Blasi, die Sexbombe hiess nun das Stück, das wir uns angetan haben. Unter Stegreif hatte ich mir Improtheater vorgestellt, aber gefühlt über 90% der Gags und Doppeldeutigkeiten zwinker zwinker waren in mühsamer Arbeit auswendig gelernt und abgestimmt.
Worum geht es also? Die Akteure haben so fantasiereiche Namen wie Blasi oder Stasi (ja wirklich) und man fragt sich, warum eine über 80 jährige Darstellerin , die Tochter eines Anfang 60.jährigen spielen "muss". Vielleicht war es witzig gedacht - vielleicht....
Für seine älter Tochter (die jünger als die älter Darstellerin ist) hat er einen Ehemann gesucht , bzw gekauft (seine Schulden übernommen), damit dieser ihm mit der älteren Tochter einen Erben zeugt. Dieser will aber nicht, da er keine Gefühle entwickelt hat.
Unendlich unsägliche gute 10 Minuten spielt das Stück rund um die "Kammer", in dem sich die ältere Tochter, Vater und die junge (alte) Schwester über das "arbeiten am Erben" in der Kammer unterhalten..
Sie bemerken, dass der frisch vermählte Ehemann hinter ihnen in der Ecke steht und eine Zigarette raucht (die obligatorische Zigarette darf natürlich nicjt fehlen)...
Um das ganze abzukürzen: letztlich finden alle ihre bessere Hälfte , nebst Stasi, die mit Blasi zusammenkommt.. alle happy? Auf der Bühne ja.
Insgesamt ein turbulentes Theaterstück, was es in dieser Form zigfach gibt und sich nur durch ellenlange Dialoge - in Wiener Mundart - unterscheidet.
Ab der 11. Reihe muss man aber auch ganz besonders aufpassen und lauschen, denn der Ton war -zumindest im 1. Teil extremst leise.
Stegreif ist in Ansätzen erkennbar , das sind dann aber auch schon die Sternstunden dieses sonst belanglosen Stückes.
Blasi , die (implodierte) Sexbombe - im Sommer 2018 auf der...
Read moreAls "norddeutscher Jung" war mir die Tschauner Bühne bis 2015 gänzlich unbekannt. 2015 war ich dann zum ersten Mal dort und war sofort "hin und weg" (absolut begeistert) als ich dieses Theater betrat. Ich hatte vorher noch nie ein Freilufttheater mit fahrbaren Dach gesehen. Aber einmal ist bekanntlich immer das erste Mal. 2015 hatte ich mir Susanna Hirschler und Steffi Paschke mit "Sex salls", und 2016 dann Heilbutt & Rosen mit "Die Schwarzgeldklinik" angeshen. Beide Vorstellungen haben mir sehr gut gefallen, wobei ich die Schwarzgeldklinik etwas lustiger fand. Zum Theater selber: Man kann von jedem Sitzplatz sehr gut die Bühne einsehen. Bei Regen wird das fahrbare Dach geschlossen. Das Personal am Ticketverkauf sowie im Getränke.- und Speisenverkauf ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Preise sind moderat. Das gesamte Ambiente ist wunderschön. Lediglich die Parksituation vor dem Theater ist für mich etwas undurchsichtig, da sich einem Aulsänder nur schwer erschließt, ob es sich da um eine Kurzparkzone handelt oder nicht. Dieses Jahr werde ich mir wieder eine Vorstellung ansehen, das steht fest! Nur welches Stück, weiss ich noch nicht, ich studiere derzeit gerade das Programm und bin sicher, dass ich etwas schönes finden werde. Ich kann jedem Kulturfreund nur wärmstens diese...
Read moreDas Musical Nunsense (Nonnsense) war unterhaltsam und geizte nicht mit Schlägen auf die Breitseite der katholischen Kirche. Stellenweise wurden prominente Namen an Zeit und Ort angepasst, aber es kann dem Stück das "biblische" Alter aus den 80er angesehen werden. Somit findet sich im Auditorium die Minderheit im erwerbstätigen Alter.
Die Tschauner Bühne lenkt das geneigte Publikum seit 1909 für wenige Stunden erfolgreich vom Alltag ab. Die Aufführungen finden auf einer Freiluftbühne mit Schiebedach statt, somit kann auch bei Regen gespielt werden. Durch die Lage inmitten eines Wohngebietes, wird die Nachtruhe ab 22:00 vom Personal streng eingehalten. Die Brau-Union scheint das Schwechater Lager Bier zu subventionieren; trotz Inflation kostet es "nur" 3,90 € (Grüße an den Heineken Konzern). Die Toiletten versprühen ihren eigen Flair und die Speisekarte (non-vegan) ist noch nicht im 21....
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