Torten klasse, Kaffee naja, Service mangelhaft... Der Kaffee und ein Stück Torte kamen schnell, der dazubestellte Apfelstrudel war über eine halbe Stunde später immer noch nicht da. Darauf angesprochen, daß der Kaffee inzwischen kalt wäre und der Apfelstrudel offenbar immer noch nicht warm, fragte die Bedienung, ob ich mit dem Chef sprechen möchte. Ja, gerne. Dieser klärte mich in belehrendem Ton auf, daß es Sache des Kunden wäre darauf hinzuweisen, daß man Kaffee und Speisen gerne zusammen serviert hätte. Es folgte eine weitere ausführliche Belehrung, daß es eben so lange dauert, wie es dauert und man auf ungeduldige Kunden verzichten kann. Das Mindeste wäre gewesen einen heißen Kaffee anzubieten, aber nicht mal dazu reichte der Servicegedanke. Mir ist die Wiener Kaffeehauskultur durchaus bekannt, auch aus Wien und Prag. Dort wird sie wirklich gelebt, inclusive zuvorkommendem Service. Da bin ich auch gerne bereit etwas länger zu warten. Hier hingegen ist man nicht Gast, sondern Bittsteller, der für sein "Fehlverhalten" auch noch gerügt und belehrt wird. Bei allem Verständnis für die Situation der Gastronomie: so gehts nun wirklich nicht. Zum Kaffee: auch hier vergleiche ich mit original Wiener Kaffeehauskultur und deren Ableger in Prag: mittelmässigen Kaffee auszuschenken und bei Kritik zu unterstellen, man hätte noch nie einen echten Wiener Kaffee getrunken, auch das ein NoGo. Einziger Lichtblick war die Torte.
Schade um die schöne Location...
Es ist kein guter Stil eigene Defizite auf den Kunden abzwälzen.
Hier noch eine Ergänzung als Antwort auf die Reaktion des Betreibers: Mir ist der Unterschied zwischen einem Wiener Mokka und einem Espresso sehr wohl bekannt und ich schätze bei guter Qualität durchaus beides. Die Unterstellung den Unterschied nicht zu kennen zeigt erneut die Ignoranz Gästen gegenüber. Im Jelinek oder Hawelka in Wien (zum Beispiel) gibt es sehr wohl neben Espresso auch Wiener Mokka in ausgezeichneter Qualität. Der "gesetzte Standard" hat ebenfalls gewisse Grenzen. Auch hier wird wieder auf den Gast abgewälzt, was Sache des Gastgebers ist. Die Freundlichkeit war von meiner Seite aus sehr wohl gegeben, es war wohl eher die Tatsache nicht mit berechtigter Kritik umgehen zu können... Richtig, der Ton macht die Musik, nicht nur in Wien, auch in Bayreuth und im Rest der Welt. Oberlehrerhafte Belehrungen Gästen gegenüber sind da sehr wohl als Mißtöne zu werten.
Seien Sie beruhigt, mein persönliches Ideal habe ich bereits gefunden: Das Café des Gemeindehauses in Prag. Hier stimmen Qualität, Preis, Freundlichkeit und Ambiente. Man kann sogar zwischen Espresso und Wiener...
Read moreWir waren Donnerstags mittags auf der Suche nach einem guten Kaffee und hatten über Google das Kaffeehaus mit Rösterei ausgesucht, wobei wir natürlich auch ein gutes Stück Kuchen dazu wollen. Die Räume des Kaffeehauses sind renoviert, sauber und im Stil von schätzungsweise 1920 -1940 (wenn man sich die Türen und Scharniere anschaut, was nicht negativ ist). Die Auswahl an Kuchen war leider gering, mit Marmorkuchen, Zitronenkuchen, Nussecken und sage und schreibe einem Stück Käsekuchen. Nun guter Marmorkuchen und ein guter Kaffee ist ja auch nicht schlecht. Die Bestellung war schon etwas schwierig, als wenn der junge Mann überfordert wäre. Nun gut, Bestellung getätigt, nach einiger Zeit ist auch der Kuchen, Kaffee und ein kleiner Brauner mit etwas Milch gekommen. Zucker gab es bei keiner der Tassen. Aber am Tresen hatte es gegeben und holte es. Noch schlimmer war, jeder Kaffee war nur lauwarm , der kleine Braune ebenso. Also zur Bedienung, im gesagt, dass der Braune nur lauwarm ist und dieser ist geschockt und kann sich das nicht erklären. Als Antwort kam, die Maschine wäre heiß und wärmer ging nicht. Der nächste Braune (Espresso) war noch kälter. Wieder beschwert, aber außer Hilflosigkeit und Ratlosigkeit auch keine Entschuldigung. Zwei weitere Frauen hatte ich dann am Stehtisch wegen der Temperatur ihres Kaffees gefragt und die bestätigten, das ihr Kaffee ebenfalls nur lauwarm ist und wollten es aber nicht sagen(sie meinten, er würde es schon selbst merken). Der junge Mann total überfordert und leider meiner Meinung falsch am Platz eingesetzt. Die Rechnung des lauwarmen Kaffees und Braunen haben wir bezahlt, was nicht gerade wenig war und sind gegangen. Leider hat der Kaffee jedem im Magen weh getan, was ich noch nie so erlebte. Schade für das Kaffeehaus, was wahrscheinlich nur überleben wird, solange frisch geröstete Kaffeebohnen verkauft werden. Wir werden nicht...
Read moreKaffeehaus - hier gibt es den schlechtesten Kaffee der Stadt. Großer Schwarzer (lt. Bedienung nochmal bestätigt: ein doppelter Espresso). Bekommen haben wir einen abgestandenen warmgehaltenen Kaffee ohne Crema aus einem großen silbernen Behälter. In einem Kaffeehaus dachten wir, dass ein „großer Schwarzer“ frisch zubereitet wird. Da war die Erwartungshaltung wohl etwas zu hoch. Einmal und nie wieder - für so etwas Geld verlangen ist eine Frechheit. Nur noch als Randnotiz: Kaffee sollte nach der Zubereitung auch zügig an den Tisch gebracht werden - hier stehen die Bedienungen samt dem Kaffee in der Hand und unterhalten sich erst mal in Ruhe miteinander….
Update zur Antwort: Vielen Dank für Ihre Antwort (inkl. der Unterstellungen und Belehrungen) – auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass sie wenig mit meiner eigentlichen Kritik zu tun hat. Ich weiß sehr wohl, was ein „großer Schwarzer“ ist – und ich war auch schon mehrfach in traditionellen Wiener Kaffeehäusern. Mein Problem lag also nicht im fehlenden Verständnis für Wiener Kaffeekultur, sondern in der Qualität des servierten Kaffees, der weder mit frischem Mokka noch mit einem klassischen „großen Schwarzen“ etwas zu tun. In einem Wiener Kaffeehaus wird der große Schwarze frisch zubereitet, was an diesem Tag in Bayreuth leider nicht der Fall war. Zu Zeiten, als das Kaffeehaus noch am anderen Standort war, gab es weder mit dem Service, noch der Qualität des großen Schwarzen Probleme. Das hat sich leider erst mit dem Umzug verändert.
Ergänzend: Das Getränk was wir erhalten haben sah aus wie ein Kaffee klassisch…
Scheint in der Tat ein anderes / neues Geschäftsmodell zu sein. In einem Wiener Kaffeehaus habe ich bisher auch noch keinen Braten als...
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