Heute morgen im Café Hüftgold:
Nachdem ich 20 Minuten da saß und wartete, kam dann endlich ein Kellner mit der Frage: „Soll ich eine Karte bringen?“ - natürlich, was sonst? Oder soll ich raten, was ich zum Frühstück bestellen könnte?
Ich erhielt sodann eine Karte lustlos angereicht und bin durchgegangen, was mir wohl gefallen könnte.
Es gab allerlei, nur kein gemischtes Frühstück, wie es eigentlich überall zu bekommen ist… aber hey, dann versuchen wir halt mal ein Bagel und was anderes dazu.
Nachdem ich das erledigt hatte, meldete sich der Durst und ich entschied mich für eine große Rhabarberschorle - zumindest theoretisch…. Suchen auf der Karte, Schorle gefunden und dann kurz die Augen gerieben:
6,30€ für 0,5 Liter - ich bin fast vom Stuhl gefallen… ernsthaft? 6,30€?
Unfassbar!!!! Ich bin nicht geizig, kein bisschen, aber das haut dem Fass den Boden aus!!!! Als Kaufmann, der langjährig in der Lebensmittelindustrie arbeitet, lief der Rechner im Überschlag direkt mit - obwohl ich um 10h morgens noch auf Notbetrieb lief.
Kurz im Detail gerechnet:
Materialeinsatz ca. 0,50€ brutto für einen halben Liter (Basis: Rhabarbersaft Granini: 3,50€/Liter - Mischung 1,5:3,5 = 125 bis 150 ml Saft und 350-375ml Wasser/Eis) Netto nach Abzug von 7% MwSt. = 0,47€ 6,30€ nach Abzug von 19% MwSt. = 5,29€
5,29€ - 0,47€ = 4,82€ Deckungsbeitrag pro Glas….
ERNSTHAFT? Ist alles sooooo viel teurer geworden, was? Nein, ist es nicht!!!!
Ich nenne das Gierflation vom Feinsten und sonst nichts. Klar, wenn es bezahlt wird? Warum nicht nehmen?!? Mich habt ihr verloren - heute und für immer. Das ist unerhört….
Ich antizipiere ein paar Antwortoptionen:
Ich weiß, das Personal ist so teuer geworden und ihr macht auch mehr Saft rein, als ich oben angegeben habe und eurer ist teurer und außerdem müsst ihr noch Corona aufholen….. erspart es mir.
Bitte nicht drauf antworten, liebes Hüftgold-Team, vor allem nicht in Sachen Corona. Da erinnere ich mich noch lebhaft an den selbst eingestellten Spendenaufruf an die eigenen Gäste.
P.S.: aktuell gilt vermutlich noch der reduzierte MwSt-Satz zum Ausgleich der Corona-Ausfälle, der Deckungsbeitrag ist also noch...
Read moreIch war jetzt drei Mal mit einer Freundin da. Sie bestand darauf, dem Café eine Chance zu geben, ich wurde drei Mal schwer enttäuscht. Oben sitzen war zweimal ein großer großer Fehler, da wird man nämlich grau, bevor mal eine Bedienung vorbeikommt. Beide Male bin ich heruntergestapft, wollte Kaffee nach oben bestellen nur um recht unfreundlich gesagt zu kriegen, dass man warten solle, bis jemand hoch kommt. Die Tische voller unabgeräumter Teller hätten einen schon warnen müssen, dass die Bedienungen nur alle Jubeljahre mal oben vorbeischaun. Unten sitzen war etwas besser. Kuchen ist ok, kriegt man aber besser und billiger in einer Bäckerei. Kaffee/Latte Macchiato Becher für den Preis doch sehr klein, wobei das ja heutzutage fast üblich ist. So schick die Einrichtung ist, so ungemütlich ist das Café trotzdem. Einmal aufgrund der Enge, dann aufgrund der hohen Gästezahl. Da es so eng ist, wird es schnell laut. Man fühlt sich eher in einer gedrängten Szenekneipe als in einem Café. Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, aber leider muss ich als Negativpunkt die vielen jungen Mütter samt Kleinkindern nennen, die alle drei Male da waren (scheint beliebt bei jungen Müttern zu sein?). Diese ließen ihre ca 2-5jährigen nämlich ungehindert herumrennen, schreien, stampfen und generell so laut spielen,wie Kindergartenkinder eben spielen. Das Café scheint nichts dagegen zu haben. Wenn das Hüftgold ein Kinderspielplatz sein will, bitte. Ich für meinen Teile gehe nicht mit Freunden Kuchen essen, nur um alle 10 Sekunden zu fragen "Was hast du gesagt?", weil ein spitzer Kinderschrei, ein Gestapfe oder kleinkindlicher Wutausbruch wieder einmal alles übertönt hat.
Zusammenfassung: Ok-er Kaffee und Kuchen zu überteuerten Preisen inklusive langer Wartezeiten in der Geräuschkulisse eines...
Read moreAufgrund der äußerst positiven Bewertungen waren wir am Sonntag zu dritt zum Brunch dort verabredet. Vorheriges Reservieren war nicht möglich. Ich war deshalb schon etwas eher da, um sicherzugehen, das wir einen Platz bekommen. Der freundliche Kellner sah oben nach, es wäre alles voll. Ich habe dann selbst eine nette jüngere Frau gefragt, ob wir uns noch dazusetzen dürften. - Kein Problem. Es war sehr beengt, die Tische mit dem dicken mittleren Pfosten, an dem man sich permanent die Knie stößt, ließen ein bequemes Sitzen nicht zu. Und da ständig die Türe aufging, zog es wie Hechtsuppe. Wir bestellten drei unterschiedliche Doppeldecker. Meiner mit Lachs für immerhin 4,40€ sah aus wie ein zu wenig getoastetes Brot aus einer Brotbox eines Schülers, nur farb- und liebloser. Doppeldecker hieß nicht doppelte Menge, sondern lediglich, dass man den Belag nicht sah. Kein grünes Blatt, kein Scheibchen Tomate, keine Radieschenscheibe, kein Rucolablatt. Der Chai Latte war lecker, aber nur ein kleines Glas (gab's nur als Kinderversion), dafür war auch dafür der Preis relativ hoch. Ich hatte zuhause bereits die Speisekarte gegoogelt und wollte ursprünglich noch etwas anderes probieren, habe es mir dann anders überlegt. Meine Freundin bestellte noch 2 Stücke Kuchen. Der sah lecker aus, schmeckte aber enttäuschend. Sowohl der Himbeer-Mohn als auch der Käse-Brownie waren viel zu trocken. Aufgrund des beengten Platzes und des hohen Geräuschpegels haben wir dann unser Treffen verfrüht abgebrochen. Da ich das Café Hüftgold vorgeschlagen hatte statt eines anderen in der Altstadt, war meine Enttäuschung groß. Wir werden definitiv nicht mehr wiederkommen. Macht für den Besitzer aber keinen Unterschied, die Besucher...
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