Sehr sehenswertes Palais - der Wittwensitz der Herzogin Anna Amalia. Die Ausstellung im ErdgeschoĂ sowie die WohnrĂ€ume im ObergeschoĂ sind sehr beeindruckend. Wir hatten das GlĂŒck, an einer Veranstaltung "Klingendes Palais" teilnehmen zu können. Bei einer "klingenden FĂŒhrung" mit der Kustodin Cornelia Irmisch wĂŒrde man vom Pianisten Bastian Uhlig mit zeitgenössischen Werken an vier historischen Tasteninstrumenten in die Klangwelt von 1800 bzw. In die Zeit Anna Amalia und Goethes entfĂŒhrt. Es war ein Genuss, dem talentierten und preisgekrönten jungen Pianisten zuzuhören, der zudem interessante Details und Anekdoten zu den Tasteninstrumenten zu erzĂ€hlen wusste. Die Instrumente sind Teil der musealen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar und wurden in einem einzigartigen Projekt restauriert. Auch ohne klingende FĂŒhrung sollte man das Wittumspalais unbedingt anschauen - falls man die Gelegenheit zu einer klingenden FĂŒhrung hat, diese aber fĂŒr einen geringen Aufpreis unbedingt dazubuchen. Es lohnt sich - nicht zuletzt weil Frau Irmisch und Herr Uhlig mit ganz viel Engagement diese FĂŒhrung zu einem besonderen Erlebnis machen. FĂŒr die FĂŒhrung "Klingendes Wittumspalais" muss man unbedingt Karten reservieren! Besonders erwĂ€hnenswert und an dieser Stelle auch nochmals ein herzliches Dankeschön an das Kassen- und Museumspersonal: Die Damen waren sehr freundlich...
   Read moreVon auĂen recht unspektakulĂ€r, ahnt man kaum, was einen im Inneren erwartet. Wittumspalais bedeutet nichts anderes als Witwensitz und das war dieses GebĂ€ude dann auch fĂŒr die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Wir hĂ€tten auch nie gedacht, dass das Haus ĂŒber so viele RĂ€umlichkeiten verfĂŒgt, die es zu entdecken gilt. Zwei Hilfsmittel braucht es dafĂŒr: das Faltblatt zum Rundgang und den Audioguide. Beides im Eintritt von 7 Euro pro Person enthalten, der wie wir finden absolut angemessen ist. Ohne den Audioguide funktioniert eine Besichtigung natĂŒrlich auch, das Mobiliar und die Einrichtung der Zimmer sprechen fĂŒr sich, doch man erfĂ€hrt so viel mehr an Wissenswertem ĂŒber das Leben der Anna Amalia und ihre Zeit. Absolut sehens- und hörenswerter Rundgang, der uns unglaublich gut gefallen hat. ErwĂ€hnt werden muss die Freundlichkeit des Kassen- und Aufsichtspersonals. Man ist schnell im GesprĂ€ch, die sympathischen Damen gaben gerne Antwort auf unsere Fragen und waren einer Unterhaltung nicht abgeneigt. Das hat unserem Besuch noch einen Schuss Herzlichkeit verliehen und man spĂŒrte deutlich die Liebe der Mitarbeiter des Hauses zu dem was sie tun. Lieben Dank fĂŒr die lebendige PrĂ€sentation, das war...
   Read moreNach dem verheerenden Brand der das Weimarer Stadtschloss zerstörte, erwarb Herzogin Anna Amalia das barocke GebĂ€ude un lieĂ es nach ihrem Geschmack umgestalten und verzieren mit DeckengemĂ€lden von Adam Friedrich Oeser. Nach ihrer Abdankung zugunsten ihres Sohnes, verbrachte sie hier ihre letzten Lebensjahre bis zu ihrem Tod. In den prĂ€chtigen RĂ€umen ihres neuen Wohnsitzes, grĂŒndete die gelehrte Anna Amalia den âWeimarer Musenhofâ, einen Freundeskreis der sich der Kultur widmete. Man beschĂ€ftigte sich mit dem gemeinsamen Lesen von BĂŒchern, mit den neuen kĂŒnstlerischen Tendenzen, mit GesprĂ€chen ĂŒber TheaterstĂŒcke und Philosophie. Mitglieder dieses Kreises waren Goethe, Wieland, Herder, MusĂ€us und Louise von Göchhausen, die erste Hofdame der Herzogin. HerzstĂŒck des Hauses ist der Festsaal mit SĂ€ulen und einem bemalten Gewölbe: dieser Raum wurde als Theater- und...
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