Im Endeffekt muss sich jeder jedoch sein eigenes Bild machen. Seit 18.02.20 bin ich mich in Behandlung. Jeder Einzelne nimmt natürlich die Angebote anders wahr und diese schlagen vermutlich anders an. Hier hat man in der Psychosomstik die Möglichkeit durch Qui Gong zu erlernen, seine innere Mitte zu finden, durch MTT und Cardio kann man seine sportlichen Fähigkeiten nutzen. Über das Walken lässt sich streiten. Denn das ist nicht mehr wie frische Luft schnappen und spazieren gehen. Dennoch aber auch etwas Schönes! Rücktraining wird angeboten, gefällt und hilft mir sehr. Aus den Gruppengesprächen kann man, wenn man empfangsbereit ist, Einiges mitnehmen, sich selbst themenbedingt immer mit einbringen und aktiv mitwirken. Ich persönlich bin danach sehr müde. Einzelgespräche einmal pro Woche helfen mir persönlich sehr. Danach geht es mir auch blendend. Eine weitere Möglichkeit mit seinem Stress umzugehen, ist der sog. "Qui-Ball". Ich finde ihn irre ! Mir hilft er sehr! Natürlich sind in einigen Gruppenstunden, wie Stressbewältigung, Genusstraining oder auch dem Sozialen Kompetenztraining viel Theorie, die nicht unbedingt hilfreich sind. Denn es fehlen mir da praktische Beispiele, wie ich "draußen" mit meinen Einschränkungen umgehen kann. Nur kann man das eben nicht so pauschal sagen. Denn jeder Mensch ist anders und findet vermutlich anders den Umgang mit seinen Einschränkungen. Schade, dass man keine Antwort auf die Umsetzung ins Praktische findet oder bekommt. Aber das wäre, wenn man es realistisch betrachtet, vermutlich auch zu tiefgehend und bedarf explizit einer einer anderen Behandlung. Deshalb ist man auch mit unter in dieser Einrichtung, um eben genau das beurteilen zu können, was der Patient noch an Nachbehandlung braucht. Anhand von Beispielen oder frischen Geschehnissen oder Konfrontationen, lässt sich Einiges besser in theoretischen Stunden darstellen und vielleicht Lösungen der Konflikte im Alltag finden. Explizit auf meine Einschränkungen finden ärztl. Untersuchungen statt und ich bekomme andere Hilfestellungen. Vielleicht ist das auch wichtig für die Beurteilung. Dazu, dass alles Besprochene im Raum bleibt, was hier durch einen ehemaligen Patienten bemängelt wird, kann ich sagen: Es liegt an jedem selbst, was er dann nach außen trägt. Dies wäre allerdings ein Vertrauensbruch in meinen Augen ggü. der anderen Mitpatienten. Natürlich müssen die Therapeuten das, was intern besprochen wird in Berichte miteinfügen. Denn genau das ist das, was wichtig für den weiteren Weg, ob beruflich oder privat. Wie sonst sollte die Rentenversicherung beurteilen, was richtig, besser und wichtig für den weiteren Lebensweg ist.... zum Kaffeetrinken und Konversation nach Lust und Laune zu betreiben, ist man nicht in dieser Einrichtung ! Zur Hygiene der Sanitärräume muss ich sagen, wenn ein "Un"fall" gemeldet wird, wird sofort für die Reinigung gesorgt. Man muss es eben nur melden und nicht rumpöbeln. Denn dadurch wird das zuständige Personal nicht aufmerksam und kann handeln. "Unfälle" dieser Art können nun mal passieren, auch wenn für körperlich gesunde das Verständnis dafür fehlt. Das ZAR hat Menschen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen in Behandlung ! Der eine Minuspunkt setzt sich wie folgt zusammen: Zuerst verteufelte ich, wie einige Andere die langen Wartezeiten bis zu den Behandlungen. Jedoch merke ich, dass es eben die zu eng gesteckten Termine sind, die ich körperlich nicht verkrafte. Aber auch hier hilft reden ! Nur findet keine Umsetzung statt, den Plan auf mich anzupassen. Hin und wieder muss ich mal was auslassen, weil ich körperlich dazu nicht in der Lage bin. Geliefertes Essen ist nicht immer jedermanns Sache. Das weiß man nach spätestens zwei Mahlzeiten und sollte in die Selbstversorgung übergehen. Manko: Es wird oft zu wenig geliefert, sodass Patienten nicht mehr bekommen, was sie essen möchten. Sollte anders organisiert werde. ZAR selbst kann nichts dafür! Eine Therapeutin mag ich nicht. Aber man muss oder kann nicht jeden mögen. Das...
Read moreReha als Geschäftsmodell.
Letztlich is es eine Reha wie wohl viele Reha's man tut dort die Dinge die man im normalen Leben nicht tun würde, ob es einem hilft, oder nicht.
Die am meisten verordnete Therapie im ZAR: "rumsitzen und warten", Geht man durch das Haus, ist die ganze Bude voll mit herumsitzenden und wartenden Menschen. Unten im Wintergarten, in den Wartebereichen vor den einzelnen Disciplinen, auf Treppenstufen oder in Fensterbänken, überall Menschen die sitzen und warten. Und coronabedingt waren angeblich nur die Hälfte der üblichen Patienten im Haus.
Die einzelnen Therapien gehen im Schnitt 15-20 min. fangen oft später an oder werden früher beendet, dazwischen dann 15-60 Minuten Rumsitzen und Warten. Die Zusammenstellung der Therapiepläne erfolgt mit der Gießkanne, alles was Geld bringt, wenn dazwischen noch Lücken sind, werden diese mit Therapien gefüllt die evt. auch den individuellen Bedürfnissen der Patienten entsprechen.
Ich war vordringlich zur Ergotherapie nach einem Schlaganfall dort, die erste Ergotherapeutin habe ich nach 6 Tagen gesehen. Mit durchschnittlich 2-3x 20 Min. am Tag war dann lt. meiner Rehaärztin auch schon das maximum ausgeschöpft und ich war einfach nur zu ungeduldig. Der Rest war Gießkannenstandard und wurde auch über Tag laufend geändert, fiel irgendwo ein Patient aus, musste die Lücke mit einem anderen gestopft werden, ob der es braucht oder nicht. Hauptsache die teuren Geräte und Therapheuten sind ausgelastet und der Rubel rollt. Wenn auch der Patient etwas davon hat, ist das bestenfalls ein positiver Nebeneffekt.
Hat man 5 mal die gleiche Therapie, hat man die mit 5 verschiedene Therapeuten und fängt gefühlt mit jedem wieder neu an. Ein kontinuiertliches Arbeiten an Therapiezielen ist so nicht möglich.
Das Gebäude und die Räumlichkeiten sind bedingt tauglich. Es sind Teile des Stadtbad Mitte, über 4 Etagen verteilt. Der Ruheraum war wohl mal ein Saunabereich, bis unter die Decke gefließt, was eine perfekte Schnarchakustik garantiert.
Die Therapeuten sind überwiegend freundlich, kompetent und motiviert, haben aber lt. eigener Aussage auf die Therapieplanung keinen/kaum Einfluß.
Die Therapieplanung arbeitet hingegen eher gewinnorientiert. Ein Beispiel: Krankengymnastik-Gruppe Es ließe sich sicher trefflich darüber streiten ob diese Gruppe mir irgeneinen Nutzen gebracht hat, aber ich konnte die Übungen wenigstens ausfüren, im Gegensatz zu einem älteren Herren, der selbst mit seinem Rollator kaum kriechen konnte, der wurde da rein geschoben auf einen Hocker gesetzt, war physisch garnicht in der Lage irgendeine der Übungen auch nur ansatzweise auszuführen und danach wurde er wieder raus gerollt. Ich gehe mal davon aus, dass ZAR die Krankengymnastik über seine Kasse voll abrechnet obwohl er eigentlich nichts erhaltet hat.
Es gibt Tage da gibts dann 4-5x Ergo oder Sport direkt hintereinander weg, bis einem der Arm abfällt und dann wieder Tage mit nur Entspannungstraining, Vorträgen, Hydrojet usw. Ein therpeutisch sinnvoller Mix der unterschiedlichen Anwendungen ist nicht zu erkennen. Der Patient ist scheinbar lediglich die Jongliermasse für eine optimale und gewinnbringende Auslastung des Hauses.
Das Essen ist geschmacklich mäßig teils experimentell in überschaubaren Portionen. Die letzten beiden Tage vor der Entlassung wurde die Mittagspause von meinem Therapieplan komplett gestrichen (und nein, das lag nicht daran das ich zu fett bin und auf Diät gesetzt wurde).
Die Reha war aus Sicht des ZAR sehr erfolgreich, es wurden sogar Beschwerden erfolgreich therapiert die ich nie hatte. Im Entlassungsbericht war die letzte Medikation fehlerhaft angegeben.
Irgendwelche Mängel findet man sicher in jeder Einrichtung dieser Art und der eine Patient ist kritischer als der andere, ZAR macht einem das Meckern aber auch besonders leicht. Nein ZAR ist nicht der totale Reinfall, aber auch alles andere als eine Vorzeigeeinrichtung, an der sich andere...
Read moreLeider wurde mir in der psychosomatischen Reha zusätzlich zu den Diagnosen, mit denen ich mich gesehen gefühlt habe, eine Fehldiagnose gestellt. Mein Verhalten wurde als verärgert und bedrohlich interpretiert, in dem Sinne, dass ich mich in Diskussionen über Fehldiagnose-Einschätzungen nicht kleinreden lassen habe. Meine Stimmung war hierbei angespannt, ich habe jedoch aus der Ich-Perspektive meine Begründungen und Kontexte geäußert, auf die nicht eingegangen wurde. Die einzige "Drohung", die ich aussprach, war eine Google-Bewertung.
Ich erklärte, dass die Settings ohne Thema (emotionale Selbsthilfe) für mich reizüberflutend sind und ich deswegen den Wunsch nach Abgrenzung habe. Zu Beginn wurde mir gesagt in überlastenden Situationen dürfe ich den Raum verlassen. Das habe ich daraufhin mehrmals getan. Dies führte zur Rückmeldung, dass ich ja nur sehr gering belastbar sei, was generell überhaupt nicht zutrifft, nur auf dieses Setting in dieser Gruppe in diesem nicht ansatzweise schallisolierten, hallenden Raum. Also verließ ich daraufhin nicht mehr den Raum und beteiligte mich meiner Mitwirkungspflicht zufolge reg. Dies wurde schlussendlich als "zu viel" bewertet.
Ich bin lediglich sehr genau und differenziert in meiner Selbstwahrnehmung und möchte hierfür Anerkennung – und nicht Symptome zugeschrieben bekommen, die ich nicht habe oder bei denen weder Kontext noch Intensität richtig eingeschätzt werden. Einer meiner Wünsche war, nicht dazu aufgefordert (oder gar gezwungen) zu werden, leichte Gymnastik machen zu müssen, da ich bereits professionell Sport treibe. Dennoch wurde mir genau diese Art von Gymnastik wöchentlich mehrfach (höchstverordnete Anwendung im Durchschnitt zu allen anderen Therapien) verordnet, und die Teilnahme war verpflichtend. Das hat mich zunächst irritiert, ich reagierte verärgert über das Gefühl gezwungen zu werden, da ich den Sinn dieser Maßnahme zunächst nicht nachvollziehen konnte. Inzwischen verstehe ich, dass aus organisatorischen Gründen auf Sonderwünsche leider nicht eingegangen werden kann. Unverständlich bleibt, dass man vorab nach diesen gefragt wird. Die nicht themenbezogene Gruppentherapie, in der Patient*innen über akute psychische Probleme und emotionale Schwierigkeiten berichten, war für mich reizüberflutend und nicht hilfreich, zur Teilnahme war ich dennoch verpflichtet (obwohl die ganzen anderen themenbezogenen Therapieangebote hilfreich waren). Auch hier fühlte ich mich gezwungen.
Diese Diagnose und mein beschriebenes Verhalten fühlen sich für mich wie eine autoritäre Zurechtweisung an, nicht wie eine zutreffende Diagnose, da ich meine Grenzen und Rechte vertrete und dies sichtlich unerwünscht war.
Im Arztbrief steht, ich sei mit den Diagnosen einverstanden – das stimmt nicht, denn nur die anderen beiden Diagnosen wurden bei der ärztlichen Untersuchung final mit...
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