I strongly advise against this place. I used to frequent it because it was one of the few unique spots in Berlin, and I’ve always been fascinated by the history behind it. However, yesterday, while I was with a group of friends and ordered a beer and a cola, I had to pay 9.20 euros, which I consider an exorbitant amount. A fizzy cola, which costs a maximum of two euros elsewhere, is sold here for 4.50 euros. Additionally, I noticed a change in the clientele, with an increase in wealthy tourists and high-class individuals. This place seems to have undergone gentrification, losing some of its authentic charm. I would recommend avoiding this venue and opting for other pubs in the area with more affordable prices. It has become a place that seems solely focused on emptying your wallet, attractive only to a wealthy clientele, despite the appearance of political and cultural diversity. I advise you to seek...
Read moreSeit meinem 18. Lebensjahr verirre ich mich in dieses Lokal, das für die GenZ-Kids, die sich hier herumtummeln, Äonen von Jahren her ist. Das mittlerweile anzutreffende Publikum war damals vielleicht drei oder vier Jahre alt. Hier liegt auch der Grund, warum ich kaum mehr die fast schon berühmten Treppen am Kotti hochsteige. Viele ehemalige Stammkunden stören sich dran, dass hier gleich daneben nun die Polizeistation steht. Mich juckt dies hingegen wenig. Ich könnte sogar eine Elegie auf die Station schreiben, da ich sie doch ganz sinnvoll finde. Der Kotti ist ein Graus. Und das sage ich als alter Kreuzberger.
Trotzdem macht es mir Spaß gelegentlich von der Terasse aus das wilde Gewusel am Platz zu beobachten. Die Fixer, die Junkies, die Backpacker, die verirrten Partytouris. Auch den verwirrten Linken kann man antreffen, von denen es mittlerweile sehr viele gibt (leider!). Letztere kann man auch ganz hautnah erleben, direkt an den Tischen nebenan.
Ich lausche gerne den Nachbartischen zu, wenn ich weiß, dass da linke Themen besprochen werden. Und der Laden ist ideal für eine entsprechende Milieustudie. Dabei merke ich aber wieder zu oft, dass ich alt geworden bin und Linkssein sich mit der Zeit von der Idee der Emanzipation der subalternen Klasse gelöst hat und zum Etikett in einem identitären Spiel studierender Bürgerkinder geworden ist.
Wer genau an oder wahlweise mit solch einem Milieu Spaß hat, sollte das Café Kotti besuchen. Zu empfehlen ist tagsüber der türkische Cay oder der Cortado und abends ganz leidenschaftslos ein Augustiner aus der Flasche. Keine hohen Ansprüche stellen, nicht zu viel von den Drinks erwarten. Und geduldig mit den freundlichen und jungen Kellner_innen sein. Abends sollte man damit rechnen, eventuell keinen Platz mehr zu bekommen. Auf der Terasse ist es bei gutem Wetter oft ohnehin sehr schwer. Ab 22 Uhr - wegen des Lärmschutzes (absurd direkt am Platz, aber wahr!) - sind auch drinnen die Plätze...
Read moreCafé Kotti, such a quirky haven. To be honest I wasn’t the biggest fan but now have found myself going there quite often. The crowd is a mix of eccentric regulars, curious characters, and the occasional lost hipster.
I started coming during the day, and now the balcony is one of my favorite spots for people-watching and harmless mischief. It’s perfect for chain-smoking and silently judging the chaos below.
And the missing toilet seat? It’s not an oversight—it’s just part of the charm. Frankly, a conventional setup would feel entirely out...
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