Bevor ich eher zufällig in Gerhard charmante American Bar gefunden hatte, war die einzige „Cocktail“ Bar, die ich regelmäßig besucht habe, das gelbe Haus, um dort Whiskey und Rum zu genießen. Cocktails waren für mich Drinks für Leute, die die Nuancen von hochwertigen Spirituosen nicht zu schätzen wussten. Das einzige was ich damals aus dieser Kategorie regelmäßig trank waren Highballs wie Cuba Libre oder Gin Tonic oder mal an Hotelbars Klassiker wie Bloody Marys oder Dry Martinis.
Bei meinem ersten Besuch schockte mich erstmal die Karte. Bis auf Old Fashion und Bloody Mary kannte ich gar nichts darauf. Im ersten Moment dachte ich an Signature Drinks und war skeptisch. Eine kurze Recherche ergab, dass die etwas befremdlich anmutenden Namen wie „Butchertown“ and „Blood and Sand“ tatsächlich heute unübliche Klassiker sind und kein Versuch seine Signature Drinks den Charme einer Netflix Serien Auswahl zu geben. Erst danach fielen mir die Zutaten auf, kein Ananas Saft oder Curacao Sirup, sondern präzise ausgeschriebene Spirituosen und Cocktailbitter.
Meine erste Bestellung war eine Bloody Mary, etwas ungewöhnlich für einen Samstagabend aber ich wollte mit etwas starten, dass ich kannte. Was soll ich sagen, es war die beste Bloody Mary die ich je getrunken habe. Danach probierte ich mich durch die Karte, im Blood and Sand fand ich sofort vertrautes geschmackliches Terrain mit seiner rauchigen Scotchnote. Der Butchertown, mit seinem komplexen Geschmack aus Rye Whiskey, Sherry und Orange, und ich wurden sofort Freunde. Nachdem ich gelernt habe wie viel Respekt die klassischen Rezepte der American Bar Szene der 30er und 40er, den in Ihnen enthaltenen Spirituosen zollen, wagte ich auch neuere Rezepte wie Old Cuban oder etwas kurioses wie ein Bullshot.
Das ganze ist jetzt gut 4 Jahre her. Bis heute habe ich an Gerhards Tresen bestimmt mehr als 50 verschiedene Abwandlungen diverser Klassiker verkostet. Sei es ein Mother in Law oder ein Creole Scream jeder Drink kommt perfekt zubereitet in einem vorgefrosteten Glas. Vor allem Old Fashion Varianten haben es mir angetan. In der Zwischenzeit habe ich auch in diversen anderen Bars in Deutschland meine liebgewonnenen Klassiker gekostet und muss sagen mit so viel Liebe werden sie nirgendwo zubereitet wie in der Vintage Bar.
Nun zu meinen Lieblingsdrinks dem „Bookers Old Fashion“, Bookers ist ein Small Badge Bourbon, ungefiltert und in Fassstärke (ca.63%). Dank dieses hochwertigen Bourbons gewinnt der schlichte Klassiker Old Fashion enorm an Kraft und Aroma. Gerhard stimmt den süße Grad perfekt ab, so dass ich bei meinem ersten Schluck wahrhaftig sogar eine freunden Träne vergoss.
Aber nicht nur die Drinks sind Goldwert. Die beiden Barkeeper Gerhard und Stefan sind großartig. Beide glänzen durch Szene- und Fachwissen. Außerdem lohnt es sich mit ihnen Zeit am Tresen zu verbringen, denn sie geben sie sich viel Mühe den individuellen Geschmack ihrer Gäste zu ergründen um auf den Gast abgestimmte Empfehlungen zu geben. Ohne die Empfehlungen der Beiden, wäre mir wahrscheinlich eine wunderbare Welt verborgen geblieben....
Read moreTLDR: German bar owner refuses American clients. My wife and I went twice to this place and had two very different experiences! First time was quiet, inviting and warm atmosphere with the finest eggnog cocktails Nuremberg has to offer. I am giving this place a 2 star review because our return trip a couple of nights after. The owner had stepped out his front door for a smoke, I offered my best German "Abend" greetings. Without a glimmer of recognition for either me or my wife, he replied "Nein." Confusion as to why he refused our entry was met with a "We're closed." I was certain that the people inside, visible thru the window, were not over staying their welcome. I asked the owner "What time do you close? Google says you're open." I also extended my hand to the people in the window. He smirked while saying he closes at 10pm. It was only 0930pm. The most unwelcome I have felt in my...
Read moreWent on Friday night and had a lovely time, tried to go back two nights later and the pretentious doorman very rudely turned us away claiming they were closed even though they were clearly still open and google maps said they were open for another hour and a half. I think we were turned away specifically because we had Christmas market mugs and looked like tourists. Not to worry, we went to “Im Keller” just up the road and were welcomed warmly and had a great night despite the smug...
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