Zwischen den Neonblitzen der Spitalerstraße, wo Purple Blazer im Schaufenster glimmen wie falsche Versprechen, läuft der Blick unweigerlich abwärts, in die Schatten, wo Armut wie festgetretener Kaugummi an den Pflastersteinen haftet. Dort, im Randwinkel, kauert ein Mann, dessen Gesicht keiner wirklich ansieht, während ein paar Straßen weiter der Duft von Auspuff und salzigem Hafenwasser wie eine seltsame Mischung aus Fernweh und Abgas brennt. Wer hier vom Surfen spricht, meint nicht Wellen, sondern den Rhythmus der Landungsbrücken: das leise Klacken der Fender, der Atem der Barkassen, der in Dieselwolken aufsteigt.
Am Kai weinen Kräne, wenn ISO-Container sich ineinander verkeilen, als würden sie ahnen, dass jede Entladung der Schiffe auch ein neues Stück Stadt zubaut. Beton wächst, als hätte er Eile, und mit ihm wächst die Distanz zwischen denen, die entwerfen, und denen, die im Entwurf nicht vorkommen. Einer von ihnen sitzt an der Mönckebergstraße, still wie ein Denkmal ohne Sockel. Er sagt nichts. Er trägt etwas, das größer ist als Worte: einen Satz, der in ihm wohnt wie ein Geheimnis, das niemand zu hören bereit ist.
Helmut Schmidt ging einst durch dieselbe Luft, Zigarre in der Hand, unbequem in seiner Haltung. Der eine prägte eine Stadt, ein Land; der andere trägt nur sich selbst – und den Satz, den keiner kennt. Vielleicht ist er banal. Vielleicht klingt er wie eine triviale Bemerkung, die man zwischen Tür und Angel vergisst. Vielleicht ist er aber das fehlende Puzzlestück, das uns vom Frieden trennt. Eine Formel, so einfach wie die, die zur Atombombe führte – nur dass diese den Zündmechanismus für Harmonie enthält. Kein Schlag ins Gesicht, kein Blut im Rinnstein, kein „wir gegen die“.
Doch dieser Satz lebt nur, solange der Träger lebt. Jede Seele, die geht, nimmt etwas mit. Vielleicht ist es nur Staub. Vielleicht ist es die Antwort, nach der wir suchen, seit wir begonnen haben, Mauern zu bauen. Und weil wir nicht hinsehen, stirbt der Satz mit ihm, und wir merken nicht, dass wir ihn gebraucht hätten – bis wir wieder zwischen Violetten Blazer und Pflasterstein stehen, und der Wind vom Hafen uns zuflüstert, was wir...
Read moreDie Mönckebergstraße ist nach wie vor ein Einkaufsparadies für Einheimische und Touristen. Zahlreiche bekannte Marken und Kaufhäuser säumen die Straße, und das Angebot reicht von Mode über Elektronik bis hin zu Spezialgeschäften. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt der Läden, die sowohl große Ketten als auch kleinere, spezialisierte Geschäfte umfasst. Dennoch sind Veränderungen spürbar: Einige traditionsreiche Geschäfte mussten in den letzten Jahren schließen, was teilweise durch den wachsenden Online-Handel und steigende Mietpreise bedingt ist. Trotzdem bleibt die Mönckebergstraße ein attraktives Ziel für Einkaufsfreudige, auch wenn das Angebot in manchen Bereichen etwas weniger abwechslungsreich geworden ist.
Das Nachtleben rund um die Mönckebergstraße ist im Vergleich zu anderen Teilen Hamburgs weniger ausgeprägt, was nicht zuletzt an der Nähe zur Einkaufsmeile liegt. Die Straße selbst ist abends eher ruhig, da sie vorwiegend auf den Einzelhandel ausgerichtet ist. Für Nachtschwärmer bieten sich in unmittelbarer Nähe dennoch einige Möglichkeiten. Das Levantehaus beispielsweise beherbergt neben Geschäften auch Restaurants, die abends gut besucht sind. Wer es lebhafter mag, wird eher in den angrenzenden Stadtteilen St. Georg oder in der Altstadt fündig, die zahlreiche Bars, Clubs und Restaurants bieten. Für ein lebendiges Nachtleben ist die Mönckebergstraße selbst eher ein Ausgangspunkt als ein Ziel.
Die Mönckebergstraße bleibt ein bedeutender Anziehungspunkt für Shopping-Begeisterte in Hamburg, auch wenn sich die Geschäftswelt im Wandel befindet. Das Nachtleben ist eher ruhig, aber die Nähe zu lebhafteren Stadtteilen macht dies wett. Insgesamt bietet die Mönckebergstraße eine Mischung aus traditionellem Einzelhandel und modernen Einkaufserlebnissen, eingebettet in das urbane Flair...
Read moreNice busy shopping street, partly pedestrian, partly pedestrian with bicycle and public buses only. Along the street there are many trees. The street connects main train station with the city center (Rathaus). In the middle of the street there is an old fountain Mönckebergbrunnen and an old brick church -...
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