6:12 Uhr morgens am Berliner Hauptbahnhof, ein Ort, an dem Zeit eigentlich mehr wert ist als Gold und wo man erwarten könnte, dass ein Kaffee schneller gebrĂŒht wird, als eine Ampel von GrĂŒn auf Rot wechselt. In der selbsternannten Kaffee-Oase EINSTEIN KAFFEE, einem Ort, der den Namen eines Genies trĂ€gt, aber eher die Inspiration eines Verwaltungsbeamten am Freitagnachmittag widerspiegelt, wollte ich, getrieben von naivem Optimismus, lediglich einen Kaffee mit einem kleinen Snack ergattern, bevor mein Zug mich in die Weiten des Lebens entfĂŒhrt. Vier Kunden vor mir - eine Herausforderung, die machbar schien. Doch was folgte, war eine Odyssee durch die Untiefen der Ineffizienz.
Mit jeder verstreichenden Minute schwand nicht nur meine Hoffnung auf einen Koffeinkick, sondern auch die Geduld der hinter mir Anstehenden, deren Murren und FuĂgetippe den Takt der EnttĂ€uschung vorgaben. Als ich nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit - exakt 11 Minuten spĂ€ter - endlich an der Reihe war, hatte sich die Schlange hinter mir bereits zu einem serpentinenartigen UngetĂŒm ausgestreckt, das in den Bahnhofsbereich kroch, ein sichtbares Zeichen kollektiver Frustration.
Das Personal im EINSTEIN KAFFEE bestand aus einem Duo, das in seiner Art wohl gegensĂ€tzlicher nicht hĂ€tte sein können. An vorderster Front, die WĂ€chterin der Kasse, deren Service so frostig war, dass man glauben könnte, ein eisiger Nordwind wehe direkt durch den Laden. Ihre Art lieĂ jede erdenkliche Vorstellung von Kundenservice nicht nur vermissen, sondern erschien als direkter Gegenentwurf dazu. Jede Interaktion mit ihr war geprĂ€gt von einer solchen Distanz und KĂ€lte, dass man sich unweigerlich fragte, ob ein LĂ€cheln oder ein freundliches Wort hier als WĂ€hrung ĂŒberhaupt Anerkennung finden wĂŒrde.
Neben ihr, die zweite Mitarbeiterin, eine stille Wasserströmung inmitten des stĂŒrmischen Meeres. Sie bewegte sich in einer eigenen, bedĂ€chtigen Geschwindigkeit durch ihre Aufgaben, eine Insel der Ruhe, die allerdings durch ihre ZurĂŒckhaltung nicht in der Lage war, die aufkommenden Wellen der Unzufriedenheit zu glĂ€tten. Ohne böse Absicht wirkte sie fast wie ein stiller Zeuge des um sie herum herrschenden Chaos, unfĂ€hig oder unwillig, gegen den Strom zu schwimmen.
Die Kassenmitarbeiterin hingegen, mit einer Aura ausgestattet, die jeden Kunden unmissverstĂ€ndlich spĂŒren lieĂ, wie sehr sie diesen Ort und möglicherweise den gesamten Morgen verabscheute. Ihre Worte, spĂ€rlich und scharf, ihre Gesten, mĂŒrrisch und abweisend, machten den Aufenthalt zu einer PrĂŒfung der emotionalen WiderstandsfĂ€higkeit. Der "Service", den sie bot, war ein Meisterwerk der Unfreundlichkeit, Desinteresse und Missmut, der jedem Kunden den Tag auf die denkbar unerfreulichste Weise beginnen lieĂ.
Beim Versuch, einen Bagel an der Kasse zu bestellen, wurde ich so harsch zurechtgewiesen, mit der Anweisung, ich solle mir den Bagel doch selbst aus der Auslage holen, dass ich fĂŒrchtete, jede weitere Nachfrage könnte dazu fĂŒhren, dass mein Kaffee mit einer zusĂ€tzlichen Portion Groll serviert wird.
Mein Zug fuhr um 6:28 Uhr, und nur durch eine hauchdĂŒnne Marge von 10 Sekunden entging ich dem Schicksal, ihn zu verpassen. Die Hast fĂŒhrte dazu, dass ich den Kaffee teilweise verschĂŒttete, ein Missgeschick, das meine Frustration nur noch steigerte. Nun sitze ich fĂŒr die nĂ€chsten drei Stunden im Zug und habe genug Zeit, diese Rezension zu schreiben â ein kleiner Trost fĂŒr das erlebte Chaos.
Die Rechnung fĂŒr den Bagel, den verschĂŒtteten Kaffee und zwei Flaschen Wasser war so unverschĂ€mt hoch, dass ich mich frage, ob ich nicht besser eine Niere verkaufen sollte, um die Kosten zu decken. Den Bagel habe ich noch nicht probiert, aber wer weiĂ, vielleicht wartet dort ja die nĂ€chste Ăberraschung auf mich.
Zusammengefasst: WĂ€hrend der Kaffee selbst eine angenehme Ăberraschung war, lieĂ der Service und die absurde Wartezeit im EINSTEIN KAFFEE viel zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Ein paradoxes Erlebnis, bei dem die QualitĂ€t des GetrĂ€nks durch die UmstĂ€nde seiner Beschaffung ĂŒberschattet wurde.
Nachtrag: Der...
   Read moreUsually, itâs a nice place to buy your snacks before going on a trip. But today, the women who was taking our order was so rude that it ruined the whole experience with the place. I ordered one of the sandwiches from a label, and it turned out they didnât have this one. My husband was ordering while I was making up my mind. And the lady made an aggressive face and annoyed sounds at me after I ordered my sandwich. She probably didn't want to go another two steps to bring me the sandwich. Then she smashed the sandwich on the table and really rudely asked if thatâs finally it, as she didnât want to take the order. I understand that you can have a bad day, but you should not allow that to spill out on your customers. It was today around 11 in the morning.
Hopefully Einstein Kaffee can hire more professional staff, and we will enjoy quick...
   Read moreUsually Iâm not too hard to please when it comes to coffee and have found Einstein to be a reliable place to go but this experience was anything but good.
I ordered iced decaf, what I got was this watery cup of wannabe Frappuccino that was very much not decaf. I donât drink decaf because itâs trendy but because my body cannot handle the caffeine, I asked twice to make sure and was assured they used decaf beans. After telling them that it didnât look like what I ordered they repeated my order back to me, correctly, obviously thinking that everything was fine and clearly not wanting to spend more time on it.
I wouldnât say that my expectations for overpriced train station coffee are high, they are immeasurably higher than this though.
(Pic was taken after arriving on the platform right...
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