Ich war mit meiner 87-jährigen Mutter zu einem schönen Tagesausflug von den Niederlanden nach Münster unterwegs. Gegen 16:30 Uhr wurde sie müde und wollte sich für einen Moment auf eine Mauer bei einer kleinen Kirche setzen. Gegenüber entdeckte ich „Herr Sonnenschein“ und wir entschieden uns, dort auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee einzukehren.
Leider war nur noch ein Hochtisch mit Barhockern frei. Nach etwa 15 Minuten wurde ein normaler Tisch frei und wir konnten uns umsetzen. Erst weitere 15 Minuten später wurde unsere Bestellung von einer sehr freundlichen jungen Dame aufgenommen: ein Cappuccino, ein Orangensaft und zweimal Apfelkuchen.
Das Café war gut besucht, aber mir fiel auf, dass an einigen Tischen noch nichts serviert worden war. Vielleicht hatten sie schon gegessen? Aber nein – sie bekamen ihre Bestellungen erst, nachdem wir bereits über eine halbe Stunde gewartet hatten.
Nach 45 Minuten fragte ich höflich nach dem Stand unserer Bestellung – man versicherte mir, dass daran „fleißig gearbeitet“ werde. Nach insgesamt über einer Stunde beobachtete ich, wie ein junger Mann die letzten zwei Stücke Apfelkuchen aus der Vitrine holte – exakt das, was wir bestellt hatten – und diese samt Getränken an einen anderen Tisch brachte. Die Damen dort wirkten sichtlich verwirrt und machten deutlich, dass es sich nicht um ihre Bestellung handelte. Offenbar kam es zu einem Missverständnis.
Ich wollte helfen, die Situation zu klären, rief freundlich „Hallo“, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, und versuchte zu erklären, dass dies unsere Bestellung sei. Daraufhin wurde ich streng und gereizt angesprochen, ich solle doch bitte Geduld haben und warten, bis ich „an der Reihe“ sei. Dennoch versuchte er, die Bestellung erneut an den falschen Tisch zu bringen – die Damen dort wiesen ihn erneut darauf hin, dass es nicht ihre sei.
Ich wollte schon gehen – aber meine Mutter, die sich sehr auf ihre Bestellung gefreut hatte, wollte bleiben. Schließlich wurde die Bestellung wieder abgeräumt und an unseren Tisch gebracht. Ich entschuldigte mich, dass ich nicht fließend Deutsch spreche, aber lediglich helfen wollte, den Irrtum aufzuklären. Er antwortete, er habe gedacht, ich wolle „vordrängeln“. Ich entgegnete, dass ich nichts verlangt hatte, sondern lediglich auf den Irrtum hinweisen wollte – leider bekam ich nicht die Gelegenheit, das weiter zu erklären. Eine knappe Entschuldigung kam noch, aber bei „Herr Sonnenschein“ schien für uns heute leider keine Sonne.
Ich frage mich ernsthaft, wie es möglich ist, über eine Stunde auf einen Cappuccino, einen Orangensaft und zwei Stück Apfelkuchen zu warten. Beim Bezahlen sprach ich dies noch einmal an. Die Antwort: Es gäbe noch 20 Bestellungen vor uns, die strikt in Reihenfolge abgearbeitet würden. Meiner Ansicht nach läuft hier etwas gewaltig schief. Fünf Mitarbeiter, 20 Bestellungen – und ich habe keine aufwändigeren Gerichte wie Mittagessen gesehen, sondern ausschließlich Kaffee, Tee und Kuchen.
Die Gäste am Nachbartisch hatten ebenfalls Apfelkuchen bestellt – obwohl wir die letzten zwei Stücke bekommen hatten. Dies hätte der Kellner wissen müssen, schließlich hatte er sie selbst aus der Vitrine genommen.
Gastronomie verlangt Aufmerksamkeit, Tempo und den Willen, auf einem bestimmten Niveau zu arbeiten. Wer das nicht leisten kann oder will, sollte sich ernsthaft fragen, ob er im richtigen Beruf ist. „If you can’t take the heat, stay out of the kitchen.“ Es ist schließlich kein Aufenthaltsraum für das Personal – sondern ein Ort, an dem Gäste willkommen sein und sich wohlfühlen...
Read moreDas Lokal ist an unserem Besuchs-Tag voll und einige Tische waren zwecks Reservierung noch frei.
Um kurz vor 10:00 Uhr haben wir draußen an der sehr lauten Königsstraße Platz genommen. Schlimmer wird es wenn alle mit dem Auto in das Parkhaus in den Arkaden wollen, dann staut es sich bis hierhin zurück und das Essen hat immer einen Abgasbeingeschmack. Nach dem wir die sehr schlecht beschriebene Karte studiert haben, wussten meine Tochter und ich grob was wir wollten. Ein Gericht das so ähnlich wie: Wurst, Käse, Brötchen, Schnitte, Schnitte, Dip, Dip x 2 hieß. Kaffepot und Schokolade mit Sahne war uns klar.
10:10 Uhr die Bestellung ist raus und die Information was der Dip ist, war selbstgemachte Frischkäse mit Wurst und Käse dazu Brot und zwei Schnitten Mal zwei. Gurke und Tomaten waren auch dabei.
Nach 26 Minuten kommen schon die Getränke (Achtung Ironie) aber das Frühstück fehlt...
Nach weiteren 20 Minuten Frage ich an der Theke nach da der Kellner draußen nicht reagierte und bekomme natürlich die Antwort das unser Essen jetzt gerade gemacht wird.
Komisch nur, das die Damen am Nachbartisch genau das Selbe erlebt haben.
5 Minuten später war der lieblos zusammen geklatschte Teller auf unserem Tisch und es fehlte direkt eine Schnitte und unsere Getränke die wir zum Essen bestellt hatten waren mittlerweile leer oder kalt. Also Getränke nachgeordert und innerhalb von wenigen Minuten waren diese auf unserem Tisch. (Geht doch...)
Das Frühstück selbst war Okay. Nicht außergewöhnlich sondern einfach nur Okay. Die Frischkäse Dips waren teilweise langweilig und geschmacksneutral. Die Butter war sehr knapp bemessen, konnte aber problemlos nachbestellt werden. Die Wurstmischung bestand ausschließlich aus fettiger luftgetrockneter Salami und langweilen Käse der selben Sorte in drei Varianten. Also nichts und tolles und alles mit Schnittlauch überhäuft, dieses fand meine Tochter doof.
Hausgemachte Waren anpreisen und nur selbst weiterverarbeiten Frischkäse anbieten ist echt keine Kunst, deswegen die zwei Sterne.
Insgesamt haben wir über 50 Minuten auf unsere wirklich einfache Bestellung gewartet und würden dafür nicht Mal entschädigt oder mit einer Entschuldigung versöhnt.
Uns hat Herr Sonnenschein direkt beim ersten Mal als Kunde verloren und weiter empfehlen werde ich das...
Read moreLeider kann ich mich nur anschließen: Übervoll, das Personal ist - da vor allem offensichtlich studentische Hilfskräfte - völlig überlastet. Zu viele Tische für zu wenig Service würde aber auch ausgebildete Kräfte an ihre Grenzen bringen. Dafür mehr Personal im, Küchenbereich, die aber auch irgendwie lost sind. Getränke - nichts Außergewöhnliches, Bier aus der Flasche, Limo, Wasser - hat schon echt lange gedauert. Dazu trockene Zimtschnecken. Das Bananenbrot dagegen war lecker, aber sehr wenig für knapp 3 Euro (überhaupt: Die Preis sind echt zu hoch, Leute. Und: Für eine Schnitte mit Avocadomus braucht man eine Stunde? Ernsthaft?). Der Rest der Bestellung - besagte Avocadoschnitte, Suppe (die vorbereitet war) und Smoothie wurde vergessen. Auf Nachfrage die -zugegeben- freundliche Antwort: Das dauert jetzt 10 Minuten. Das Brot war schon seeehr kross, die Avocadocreme nicht gut gewürzt. Die Suppe war okay, aber nicht wirklich irgendwas Besonderes. Tomatensuppe eben. Der Service war zu uns freundlich, den beiden Frauen am Nebentisch wurde allerdings auf ihre Nachfrage, wo denn ihr Bananenbrot bliebe, sehr patzig geantwortet. Insgesamt haben wir für nicht besonders viel, nicht besonders leckeres Essen, auf das wir ewig gewartet haben, knapp 50 Euro für 3 Menschen bezahlt. Ich bin schon bereit, gerade für veganes Essen mehr zu bezahlen, aber das war nix. Und, wie wir früher, als ich als studentsiche Hilfskraft in der Gastro gearbeitet habe: Man muss es auch schicken können. Das sind doch zum Großteil vorbereitete Sachen, wo ist Euer mise-en-place? Ihr merkt doch, dass eure Gäste sich ärgern. Das Konzept ist gut, die Location wunderschön, Diversität angenehm gelebt. Da habt Ihr ein echtes Schätzchen. Aber eine Re-Organisation ist...
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