Since the Kristalnacht in November 1938, a full-scale hunt for Jews has been underway. Many Jewish children were also not spared, being bullied and deported. Negotiations between the Nazis and the British resulted in over 10,000 Jewish children being allowed to leave for England and be accepted as refugees. These so-called Kindertransports originated from various locations, first in Berlin, then from Vienna, Prague, and later also from Gdansk in Poland. They were transported by train to Hoek van Holland, where a boat was waiting for the crossing to Harwich. Visual artist Frank Meisler created several sculptures commemorating these transports. Frank Meisler himself experienced one of these transports as a child. Sculptures can be found in Gdansk (The Departure), Berlin (Trains to Life, Trains to Death), Liverpool (The Arrival), and Hook of Holland (Channel...
Read more„Züge in das Leben – Züge in den Tod“ Denkmal erinnert an das Drama jüdischer Kinder in der NS-Zeit
Wer den Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte an der Georgenstraße/Ecke Friedrichstraße verlässt, steht unmittelbar vor einer lebensgroß gestalteten Kindergruppe aus Bronze.
Das Denkmal mit sieben Mädchen und Jungen steht dort symbolisch für die jüdischen Kinder der 30er Jahre. Die Anordnung der Gruppenmitglieder spiegelt das gegensätzliche Schicksal der Kinder zur Zeit des Nationalsozialismus wider. Fünf Kinder versinnbildlichen das Leid der 1,5 Millionen Kinder, die durch die Deportation in Konzentrationslager dem frühen Tod geweiht waren. Zwei Kinder schauen in die andere Richtung und verkörpern 10.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der damaligen Tschechoslowakei, deren Leben durch die Kindertransporte nach England gerettet werden konnten.
Fast auf den Tag genau 70 Jahre, nachdem der erste „Kindertransport“ von Berlin in Richtung England los fuhr, wurde am 30. November 2008 eine Skulptur des Künstlers Frank Meisler am Bahnhof Friedrichstraße eingeweiht, die an dieses Ereignis erinnert. Am Schienenstrang ist zu lesen: „Züge in das Leben – Züge in den Tod“.
Im Zeitraum von 1933 bis 1945 verloren etwa zwei Millionen Kinder ihr Leben durch die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. Der Londoner Börsenmakler Nicholas Winton, berührt vom Schicksal jüdischer Flüchtlinge, organisierte in Zusammenarbeit mit der englischen Bevölkerung im Jahre 1938 die ersten Rettungsaktionen von Kindern nach England. Diese Kindertransporte waren ein Versuch, gerade die jüngsten Opfer vor der NS-Diktatur zu schützen.
Der erste Transport, der 196 Kinder aus Berlin brachte, erreichte Harwich am 2. Dezember 1938. Dort wurden sie unter großer Anteilnahme der britischen Bevölkerung durch Betreuer in Empfang genommen und zu ihren Pflegefamilien gebracht. Text und Foto:...
Read moreDas Denkmal Züge in das Leben – Züge in den Tod; trains to death – trains to life zeigt Kinder, die vom Nationalsozialismus 1938 bis 1939 flüchtend noch ausreisen durften und die, die es dann später mussten - in die Konzentrationslager. Die Züge fuhren hier am Bahnhof Friedrichstrasse ab und die unzähligen Tränen des Abschieds von ihren Eltern für immer werden hier nie trocknen. Die Züge fuhren weit, nach Belgien, die Niederlande, Grossbritannien, Palästina und 15 weitere europäische Länder und viele weiter per Schiff in die USA. Überleben konnten nur die, die die Nazimilitämaschine am Zielort nicht einholte. Oft entschied das Glück, wo die Kinder landeten und ob Geschwister am Zielort zusammenbleiben konnten. Die Eltern, die sich nicht von ihren Kindern trennen konnten und zu lange warteten gingen fast alle mit ihren Kindern in den Konzentrationslagern in den Tod. Auch diese Züge in die Konzentrationslager fuhren hier nach 1939 ab, nicht in den Westen ins Leben sondern in die Konzentrationslager des Ostens in den Tod für 1,5 Millionen Kinder von Sinti und Roma, von Kommunisten und Sozialdemokraten, von Slawischen Völkern und Kinder, die den NS-Euthanasiemorden dort zum Opfer fielen. Die zwei Kindergruppen des Denkmals symbolisieren die wenigen, die die Möglichkeit der frühen Abreise ins Leben noch wahrnehmen konnten und die, deren späte Abreise in den Tod führte. Ein weiteres Denkmal steht in London (Ankunft) Liverpool Street Station. Das Denkmal wurde gestaltet vom Bildhauer Meisler, welcher nur durch den Tränentransport überlebt hatte und wurde am 30. November 2008 eingeweiht. Der Steinsockel wurde vom türkischen Berliner Steinmetz Güldas für die Kinderstatuen hergestellt. Wer das Denkmal gesehen hat, weiss wie...
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